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Informationen zum Termin 23. November 2018

Fr 23. November 2018 | 18:00 Uhr19:30 Uhr
Musikinstrumentenmuseum Berlin

Tiergartenstraße 1, Eingang Ben-Gurion-Straße
Raum/ Saal: Curt-Sachs-Saal

'Die Finger müssen dem Gedanken folgen' Teil 2
Ref.: Berthold Tuercke

Schoenberg, Berg, Webern - wie man ihre Musik eigentlich spielen sollte. Gesprächs-Konzert mit Berthold Tuercke und dem KNM Quartett.

Als sich vor bald 100 Jahren das Quartett des Geigers und Schoenberg-Schülers Rudolf Kolisch in die Interpretation der Werke Schoenbergs und seines Schülerkreises vertiefte, entdeckten die Musiker, dass die meisten der dort im Komponierten mitgedachten Spielweisen aus dem Reservoir der klassischen Quartettkompositionen stammten. Die Aufnahmen des Kolisch Quartetts und Kolischs späteren Pro Arte Quartetts beeindrucken heutige Hörer durch ihre frappiernde Durchsichtigkeit – trotz simpler Aufnahmetechnik und rauschender Klangqualität. Während seines Studiums bei Kolisch und dem Bratscher seines Quartetts, Eugene Lehner, hat der Musikforscher Berthold Tuercke einen Einblick in die damaligen Spielweisen erhalten, die im heutigen Interpretationsstil oft vergessen sind. Sie zu reanimieren führt seiner Meinung nach keineswegs zu einem "historischen" Stil, es entsteht vielmehr ein – damals wie heute – fesselndes Spektrum von Nuancen im Ausdruck, von dem Interpreten (instrumentale wie wissenschaftliche), Zuhörer und nicht zuletzt auch Komponisten zehren können.

Für diese Konzertreihe wurden 3 Werke ausgewählt, die repräsentativ für das Idiom der Neuen Wiener Schule sind:

1. Teil: Alban Berg – Streichquartett op. 3 (26.10.2018)
2. Teil: Anton Webern – Streichtrio op. 20 und Satz für Streichtrio op. posthum (23.11.2018)
3. Teil: Arnold Schoenberg – IV. Streichquartett op. 37 (11.1.2019)

Es spielen Mitglieder des KNM Quartetts.




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